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River34
Mitglied
Alter: 40
Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 190
Wohnort: Braunschweig

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Verfasst am:
25.04.2006 22:13 Wickelpickerangeln |
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Wie und wo angele ich mit der Winkelpickerrute?
Der große Vorteil des Winkelpickerfischens liegt in der Möglichkeit des Distanzfischens, der relativen Unabhängigkeit von Wind und Strömung und der dann trotz allem noch sensiblen Bissanzeige. Ohne Schwierigkeiten kann man zielsicher auf einem angefütterten Angelplatz in 20, 30 oder 40m Entfernung punktgenau mit ultraleichten Ködern Angeln und hat trotzdem noch eine sehr feine Anzeige beim Biss eines Fisches. Man kann den Fischen unverzüglich in nähere, flachere oder entferntere, tiefere Bereiche folgen, ohne die Montage verändern zu müssen.
Als erstes wirft man die Montage mit Seitenblei und angeschlauftem Vorfach an den gewünschten Angelplatz aus. Die Schnur wird nach einer kurzen Wartezeit des Absinkens langsam nach und nach mit kurzen Pausen aufgekurbelt und stramm gezogen, bis ein überschüssiger Schnurbogen und im Wasser frei durchhängende Schnur geradegezogen sind.
Wenn die Winkelpickerrute in die Rutenhalter abgelegt wird, ist die klassische Standard-Rutenstellung folgende:
Die Rute befindet sich wagerecht in 2 Rutenhaltern ungefähr parallel zum Ufer. Ideal ist es, als vordere Rutenauflage für die Rutenspitze eine breite, wagerechte "Kleiderbügelform" zu wählen. So lässt sich die Rute einfach und optimal ausrichten und bei einem Biss sofort anschlagen, ohne evtl. beim schnellen Hochziehen der Rute an einem engen Rutenhalter hängen zu bleiben. Normale Rutenhalter tun es aber auch. Für diejenigen, die diese Art des Angelns noch nicht kennen, sieht es schon ein bischen komisch aus, wenn der Angler nicht auf's Wasser schaut, sondern zur Bisserkennung seitlich abgewandt sitzt und die Rutenspitze seitwärts von ihm am Ufer beobachtet! Die Angelschnur geht also ungefähr in einem rechten oder zumindest großen stumpfen Winkel (daher auch der Name Winkelpickerangeln) von der Rutenspitze zum Wasser.
Jetzt wird die Schnur vorsichtig allmählich so weit aufgekurbelt, bis die Rutenspitze leicht 3-5cm in einem kleinen Bogen angespannt wird. Durch den Widerstand des Bleis draußen im Wasser verharrt die Rutenspitze in dieser angezogenen, gekrümmten Position. Jetzt ist jeder auch noch so kleine Zupfer am Köder sichtbar: Wenn der Köder aufgenommen oder daran gezogen wird, zittert die Rutenspitze oder sie schlägt aus. Es kommt auch vor, dass ein Fisch ganz ungestüm beißt und er schon beim ersten Anbiss mit anschließender Flucht Schnur von der Rolle zieht.
Aber auch, wenn ein Fisch den Köder nur vorsichtig aufnimmt und dem Angler entgegengeschwommen kommt, kann das der Angler erkennen: Die zuvor gespannte Rutenspitze wird entlastet, streckt sich in ihre gerade Ursprungsform und die Schnur wird locker.
Manche Angler verwenden zum noch besseren Erkennen der Bisse und ermüdungsfreien Beobachten der auf Spannung gehaltenen Rutenspitze ein "Target Board", eine Art kontrastgebende, mit einigen parallelen, senkrechten Strichmarkierungen versehene Zielscheibe (oft schwarz mit weißen Strichen). Sie wird hinter der Rutenspitze mit einem Erdspieß in den Boden gesteckt und ermöglicht ein optimales Beobachten der Rutenspitze vor dem Hintergrund des "Target Board". Zu einem erfolgreichen Angeln ist eine solche Scheibe aber nicht unbedingt notwendig.
Das Angeln mit der Winkelpickerrute eignet sich sehr gut an vielen unterschiedlichen Gewässern. Selbst in großen Flüssen oder Strömen kann man damit noch Angeln, dort allerdings mehr in den ruhigeren Bereichen wie den Buhnenfeldern, Kehrwassern oder Hafenbecken. In Flüssen eignen sich besonders die o.g., etwas schwereren Gewichte und Bleie in Tellerform.
Die Montagen wirft man am erfolgversprechendsten entweder über ein Buhnenfeld hinweg bis ans Ende des "ruhigen" Wassers an den Rand der Fahrrinne, wo die größeren Brassen, Rotaugen und Barben lauern oder aber nur in geringer Entfernung, manchmal keine 10m weit, in den ufernahen, vorderen Bereich eines Buhnenfeldes. Dort gibt es oft eine schon verhältnismäßig tiefe Rinne, während es in der Mitte eines Buhnenabschnitts durch angesammelte Sandanspülungen meist flacher ist. An buhnenfreien Flussstrecken empfiehlt sich des Auswerfen der Rute ca. 45º stromauf oder 45º stromabwärts, nahe an die Strömungskante. Beim Anfüttern in Flüssen ist die Strömung zu berücksichtigen, entsprechend muss das Lockfutter mit einigem Vorhalt etwas oberhalb des eigentlichen Angelplatzes eingeworfen werden.
Eine ideale Gewässerform für dieses Angeln sind mittlere und große Seen, wo man auf die scheuen Fische auf Distanz angeln kann, ohne diese gleich zu vergrämen. Hier kann man nun auch auf den Punkt genau anfüttern. Angelt man bei klarem Wetter tagsüber, sollte man die ersten Angelversuche auch in der Ferne starten. Bei trüberem Wetter, Regen, im Morgengrauen oder bei einbrechender Dämmerung lohnt es sich dagegen oft, die hochsensible Montage nur ein paar Meter vor den eigenen Füßen auszuwerfen. Am Ufer muss man sich dann natürlich absolut ruhig verhalten.
Ein Fall für sich sind beengte Platzverhältnisse am Angelplatz: Hat man links und rechts nur wenig Platz, stellt man die Rute ganz einfach nahezu kerzengerade mit einem kleinen Klapprutenhalter steil in die Höhe und bringt dann genauso seine Schnur auf Vorspannung wie bereits beschrieben. Die empfindliche Bissanzeige in der Rutenspitze ist dann genauso hervorragend.
Das gleiche sollte man übrigens beim Angeln in starker Strömung machen, wenn es sich in bestimmten Situationen nicht empfiehlt, die Rute wagerecht und parallel am Ufer abzulegen. Zerrt z.B. die Strömung doch zu sehr an der Schnur und zieht in diese sogar schon einen Bogen, stellt man die Rute einfach steil und gerade aufrecht; gleich klappt es wieder besser. Herrscht allerdings starker Wind, der die Rute dann ständig hin und her bewegt, dauernd in die Schnur greift und dabei ständig Bisse vortäuscht, muss man ausprobieren, welches Übel das geringere ist, Strömung oder Wind. Dann sucht man sich eben die in diesem Fall noch am besten funktionierende Kompromisslösung für die Ablage der Rute, flach und wagerecht oder steil hochgestellt.
[big]Welche Fische kann ich damit fangen?[/big]
Wie schon erwähnt, kann man beim Winkelpickerangeln mit einer breiten Palette an Fischen rechnen. Sämtliche Friedfische sind darin eingeschlossen, aber auch Überraschungen sind möglich. Von Zufallsfängen wie Flundern in den sandigen Bereichen der großen Flüsse auch noch weit im Hinterland bis hin zu kampfstarken Barben, die in die reißende Strömung ziehen, urgewaltigen Fluchten mehrpfündiger Karpfen an diesem feinen, aber ebenbürtigen Gerät und Aalen in den Abendstunden ist Abwechslung nonstop angesagt.
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angelprofi
Mitglied
Anmeldungsdatum: 20.03.2006
Beiträge: 1298
Wohnort: in der nähe von BRV

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Verfasst am:
26.04.2006 13:36 Antwort |
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Was ist das eigentlich? Ich kenne nur das Feederangeln!
Christian
_________________ Ich schieb die Opels vor mir her, ich mach spaß, ich will spaß ich will spaß
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gifhorner anglerkönig
Mitglied

Alter: 19
Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 1000
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Verfasst am:
28.04.2006 19:56 (Kein Titel) |
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@Angelprofi also so weit ich weiß ist das eigentlich sehr ähnlich doch ich glaube das Feederruten etwas stabiler(an den Spitzen) und so sind sie besser für flüsse geeignet!!Ich angel immer nur mit Winkelpicker und schreibe Berichte zu "Feederangeln" für mich eben das gleiche ist!!
_________________ Angeln macht süchtig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ich hab meine Kumpels auch süchtig gemacht und wenn ihr noch nicht süchtig seid,dann redet mit mir und ich mach euch süchtig!!!!!!!!!!!!!!!!
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River34
Mitglied
Alter: 40
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Verfasst am:
30.04.2006 00:21 (Kein Titel) |
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@ Anglerprofi die Winklepicker ist ein Rute mit sehr feinen Spitzen die so dünn oder sein fein wie nadel sind. Die Winklepicker kommt aus dem englischen und heißt: Winkle = Schnecken und zwar eine ganz bestimmte in England sollen sie noch heute eine Delikatesse sein. Das wort Picke bezeichnet eine Spieß womit man die Schnecken aufspeißt um sie zu essen in den Niederlanden heißt das Winklepicker = Ladendieb und die Rute wird eigentlich nur so gennat weil die Rutenspitzen dieser Rutenart so dünn wie der Spies ist womit die Engländer die Schnecken essen (winklepicker) und die Rutenspitzen sind austauschbar. Die Feederrute ist eine etwas stärkere Rute. dabei bedeute das Feeder (Futterkorb) also eine Rute die zum angeln mit einem Futterkorb geeignet ist was auch auf die Winklepicker zu trifft.
Mfg River
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angelprofi
Mitglied
Anmeldungsdatum: 20.03.2006
Beiträge: 1298
Wohnort: in der nähe von BRV

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Verfasst am:
30.04.2006 13:02 Antwort |
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Ok! Dann weiß ich ja jetzt bescheit!
Christian
_________________ Ich schieb die Opels vor mir her, ich mach spaß, ich will spaß ich will spaß
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