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Wollie
Mitglied

Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 605
Wohnort: Hamburg / Rastede

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Verfasst am:
14.08.2009 16:17 ...und Aalblut ist doch giftig... |
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Hi zusammen,
ich angeln nun schon seit über 28 Jahren und habe natürlich davon gehört, dass Aalblut giftig sein soll und das es, wenn es ins Auge gelangt auch zu Blindheit führen kann.
Bisher habe ich damit auch nie irgendetwas gehabt.
ABER:
Als ich letztes Wochenende ein schöne Nachtangeltour gemacht habe, habe ich unter anderem auch einen schönen Raubaal gefangen. Nach dem Zusammenpacken um halb zwei dachte ich so: nimmst Du den Fang noch eben aus.
Beim herausnehmen des Gedärms ist es dann passiert: abgerutscht, das Herz gequetscht und die kleine Blutfontäne spritzte mir ins Gesicht und zum Teil ins linke Auge.
Es hat höllisch gebrannt und ich konnte auf dem linken Auge nichts mehr erkennen außer einen Grauschleier. Kein Wasser zur Hand also mit einem sauberen Tuch und etwas Spucke notdürftig gereinigt. Ab ins Auto und nach Hause geeiert.
Dann habe ich das Auge mehrmals gründlich mit Wasser gepült und ein wenig Schmerzmittel genommen. Die Schmerzen haben sich derweil im ganzen Kopf verteilt und das Sehvermögen war noch nicht wieder hergestellt. Dafür sah ich aus, als hätte mir jemand auf's Auge geschlagen. Rot und geschwollen.
Danach bin ich erst mal an den Rechner und habe schnell nach Aalblut gegooglt. Das kam dabei heraus:
Im Aalblut sind giftige Eiweise (Ichtyotoxine) mit blutersetzender (hämolytischer) Wirkung vorhanden, die bei Säugetieren zu Muskelkrämpfen, beschleunigter Atmung und Herzschlag führen. (...) Vielen Anglern ist nicht bewusst, dass Aalblut zu lange andauernden Entzündungen führt, wenn es an die Schleimhäute gelangt.
Ein Fischer aus Gagel soll durch Aalblut einen Teil seiner Sehkraft eingebüßt haben. Der Genuss von rohem Aalblut führt zu schwerem Brechdurchfall. Wenn Aalblut in offene Wunden gerät führt es zu örtlichen Lähmungen.
Deshalb ist beim Schlachten von Aalen behutsam vorzugehen. Bei der Zubereitung der Aale ist auf eine Mindesttemperatur von 70 °C zu achten. Die giftigen Bestandteile des Aalblutes werden bei einer Erhitzung (z.B. durch Braten oder Räuchern) zerstört. Zudem sollte auf eine gründliche Reinigung der ausgenommenen Aale geachtet werden. Insbesondere sollte der Blutfaden entfernt werden, was all zu oft vergessen wird.
Mit dem Ziel, das Ganze ein wenig ruhen zu lassen bin ich erst einmal ins Bett gegangen. Als ich am Morgen aufgestanden bin, sah mein Gesicht schon wieder besser und die Schwellung war soweit abgeklungen. Sehen konnte ich auch wieder fast normal. Nur die Schmerzen waren immer noch da. Es hat zwar nicht mehr gebrannt, aber die Kopfschmerzen waren echt ätzend.
Abends konnte ich wieder alles richtig und normal sehen und seit Mittwoch haben sich auch die Kopfschmerzen gänzlich verzogen.
Also passt ein wenig auf, denn das gönne ich keinem. Die Schmerzen waren übel und der Schreck gewaltig.
In diesem Sinne...
Gruß
Wollie
_________________ Petri Heil und krumme Ruten
www.sfv-rastede.de
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Julian
Projekt Manager


Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 3202

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Verfasst am:
21.08.2009 13:56 (Kein Titel) |
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Hi Wollie,
danke für den Beitrag. Habe auch schon mehrere Aale ausgenommen, aber dabei nicht so sehr drauf geachtet, warscheinlich genau wie du. Werde dank deines Beitrags hier aber demnächst nochmal eine Portion vorsichtiger sein, und hoffe die anderen tun es auch.
Sowas in den Augen zu haben stell ich mir alles andere als angenehm vor (Mir ist mal vor Jahren Parfüm aus 10 cm entfernung direkt ins Auge gelangt, das war nicht sehr angenehm und ich dachte ich werde Blind).
Fazit: Der Aal ist schon ein Pflegefisch ...
Gruß
Julian
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