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 Methoden und Ausrüstung

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philipp14
Mitglied





Anmeldungsdatum: 05.11.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Saarbrücken



BeitragVerfasst am: 05.11.2006 12:23    Methoden und Ausrüstung Antworten mit ZitatNach oben

Methoden und Ausrüstung


Köder
Als Köder bewährten sich zum Schleppen neben dem allgegenwärtigen Forellenteig vor allem Bienenmaden in frischer und konservierter Form. Aber auch Würmer, Tebolarven oder die vielfältigen Nachahmungen von allerlei Krabblern eignen sich gut. Wichtig ist in jedem Fall, dass sich die Leckerbissen gut drehen.

Forellenpaste

Beim Forellenteig erreicht man die unbedingt notwendige Rotation am einfachsten durch unseren »Trilup Forellenteigformer«. Einfach eine kleine Kugel Paste um den Haken formen, in den Trilup legen, zusammenpressen und die überschüssigen Teigreste entfernen. Durch die besondere und patentierte Form rotiert der so hergestellte Köder schon beim langsamsten Zug und lockt die Forellen durch optische Reize und Vibrationen (Wasser leitet besonders gut) aus größerer Entfernung an. Ein wenig Bienenmadenöl auf den Pressflächen des Trilup sorgt in diesem Zusammenhang für noch größere Lockwirkung und leichtes Ablösen der Köder aus der Form.

Für die Wahl der Farben existieren leider keine klaren Regeln. Grundsätzlich empfiehlt es sich zwar erst einmal bei klarem Wasser und Sonnenschein auf gedeckte Farben zurückzugreifen und bei trübem Wasser Schockfarben zu nehmen, aber in vielen Gewässern passt diese Faustregel leider nicht. Da hilft nur experimentieren oder ein Blick auf den erfolgreichen Nachbarn.


Michael Kahlstadts Tipp: Als Erstes verwende ich meist Forellenschwimmteig in Weiß/Chartreuse. Geht auf diese Farbe nichts, so wechsle ich auf »Sunshine Yellow« oder »Captain america. Blau empfiehlt sich besonders im Winter und dunkle Farben wie Smoke oder Schwarz feierten sowohl an trüben wie auch an besonders klaren Tagen Erfolge. Darüber hinaus halte ich selbst gemachte hell/dunkel Kontraste (gelb/schwarz oder smoke/chartreuse) für besonders fängig.


Bienenmaden und Konsorten
Der Trick bei der Verwendung von Naturködern liegt beim Schleppen in der Art des Anköderns. Auch hier muss der Leckerbissen bei langsamstem Zug rotieren. Verwendet man Bienenmaden (frisch oder konserviert), so empfiehlt sich die Verwendung von zwei Exemplaren. Das erste zieht man mit dem Hinterteil voran auf den Haken (das Dunkle ist der Kopf). Die zweite Bienenmade fädelt man zu etwa einem Drittel mit dem Kopf voran auf das eisen. Dabei zeigt die Bauchseite zum Haken. Auf die gleiche Art lassen sich auch Tebolarven verwenden.
Michael Kahlstadts Tipp: Durch die Verwendung von zwei verschieden gefärbten, kontrastierenden Bienenmaden (z.B. weiß und rot) erhöht sich der optische Reiz – besonders bei beißfaulen Forellen an manchen Tagen wichtig.

Geräte
Grundsätzlich eignen sich zwar alle Ruten des »Exori Trout Project« Programms zum Schleppen, doch werden sich die Spezialisten unter den Forellenanglern besonders auf die Steckruten und die Teleskoprute »Trout Impact« stürzen. Die Wahl der Rute richtet sich im Speziellen nach der Gewässergröße und den erforderlichen Wurfgewichten.


Die leichte »X-Projekt 1« eignet sich besonders für kleinere Gewässer und den damit einhergehenden niedrigen Wurfgewichten. Schnurempfehlung: 0,16er und 0,18er »Trout Project Premium soft«.


Die »X-Project 2« und die »Trout Impact« dürfen dagegen als Allroundtalente gelten. Obwohl sich mit ihnen mit unseren schwereren Horizontal Zockern fantastische Weiten erzielen lassen, reagieren sie doch sehr sensibel im Nahbereich. Sie sind deshalb sowohl für größere als auch für kleinere Gewässer geeignet. Schnurempfehlung: 0,18er »Trout Project Premium soft« oder 0,20er »Trout Project Fishing Line«.


»X-Project 3« – die kompromisslose Rute für Dänemarkfahrer und Liebhaber großer Forellen. Mit dieser Rute lassen sich mit schweren Horizontal Zockern ungeahnte Weiten erreichen. Außerdem besitzt sie das Rückgrat um große Lachsforellen zu bezwingen. Gleichzeitig lässt der besonders konstruierte Blank die Fische im Nahbereich nicht ausschlitzen. Schnurempfehlung: 0,18er und 0,20er »Trout Project Premium soft« oder 0,20er/0,23er »Trout Project Fishing Line«.


Als Rolle eignet sich unsere »X-Project 1« wie keine zweite. Ein großer, flacher Spulendurchmesser reduziert das Kringelverhalten der Schnüre besonders bei kaltem Wetter und erhöht gleichzeitig die Wurfweiten. Des Weiteren sorgen ein weicher, samtartiger Lauf und die fein dosierbare Frontbremse für Sicherheit beim Fang großer Forellen.
Montage
Schlepp-Posen und Clear Sticks montiert man wie »normale« Posen. Durch die aufgedruckte Tragkraft und unsere Bleigewichte gestaltet sich dies besonders einfach. Anschließend kommt eine kleine Gummiperle auf die Schnur um den Knoten zu schützen und der Wirbel wird angeknotet. In diesen hängt man ein Vorfach zwischen 100 und 150 Zentimeter Länge. Ob dies fertigt gekauft wurde oder selbst hergestellt ist zweitrangig. Ein kleines, zusätzliches Blei zwischen Wirbel und Haken lässt den Köder tiefer laufen.

Noch einfacher gestaltet sich die Montage der Horizontal-Zocker. Zocker mit der Antenne Richtung Rute auf die Schnur ziehen, ein oder zwei kleine Gummiperlen folgen lassen und einen Dreifachwirbel anknoten. In diesen hängt man ein etwa zwei Meter langes Vorfach ein. Auch hier kann man mit einem winzigen Bleischrot den Köder tiefer legen. Die Variation nach oben und unten beträgt dabei etwa 20 bis 50 Zentimeter.
Zubehör
Um den gefürchteten Schnurdrall zu verhindern knotet man zwischen Hauptschnur und Vorfach einen Dreifachwirbel. Besonders geeignet zeigen sich unsere winzigen, besonders gut drehenden und starken »Premium« Modelle. Sie werden ob ihrer Größe von den Forellen nicht wahrgenommen und erfüllen ihren Zweck trotzdem besser als Standartwirbel.

Gummiperlen verhindern das Aufschlagen der Horizontal Zocker auf dem Wirbel und damit die Zerstörung des Knotens.

Mit dem Schnureinfädler lassen sich auch nasse Horizontal Zocker spielend auf die Hauptschnur fädeln – sonst manchmal ein schwieriges Unterfangen.

Unsere Neuentwicklung, der schwimmende »X-Project Spezial Unterfangkescher« besitzt eine vordere tiefer gelegte Kante. Dadurch lassen sich die Salmoniden besonders leicht keschern.
… und so wird´s gemacht
Je nachdem in welcher Tiefe sich die Forellen aufhalten empfiehlt es sich nach dem Wurf einige Sekunden zu warten, damit der Köder seine Arbeitstiefe erreicht. Beim Schleppen an der Oberfläche darf dagegen auch sofort losgedreht werden.

Schlepp-Posen und Clear Stick
Verwendet man eine Schlepp-Pose oder einen Clear Stick, so sind die Bisse durch die Bewegungen des Schwimmers besonders leicht zu erkennen. Deshalb empfiehlt sich diese Methode besonders für Anfänger (aber auch Fortgeschrittene). Zuerst taucht die Pose leicht ab. Meist kommt sie darauf hin wieder hoch oder setzt sich seitlich in Bewegung. In dieser Phase sollte man unbedingt den Schnurfangbügel öffnen, um dem Fisch die Gelegenheit zu geben den Köder richtig zu nehmen. Geschieht dies nicht, so spürt die Forelle den Widerstand und lässt den Köder oft wieder los. Zieht die Pose zügig von dannen, so schließt man den Bügel wieder, nimmt die überschüssige Spur auf und schlägt an.

Horizontal-Zocker
Die Verwendung von Horizontal Zockern gestaltet sich defiziler und setzt etwas Erfahrung voraus, da speziell die Bisse nicht immer sofort zu erkennen sind. Auch die Tiefe in der der Köder arbeitet konnte bislang nur schwer bestimmt werden. Doch zum Glück gibt es jetzt die Exori Horizontal-Zocker mit der garantierten Lauftiefe. Durch die Wahl des entsprechenden Modells mit goldenem (0-0,5 m Tauchtiefe), silbernem (0,5 bis 2 m) oder blauem Ring (2-4m) weiß der Angler jetzt ganz genau wo die Musik spielt. Meist beginnt man im oberen Bereich zu schleppen um – wenn dort nichts beißt – eine Etage tiefer weiter zu arbeiten.

Bisse erkennen
Um die Bisse beim Angeln mit Horizontal-Zockern gut zu sehen empfiehlt es sich die Rute in einem Winkel von etwa 45 Grad gen Himmel zu halten. Dadurch entsteht ein Schnurbauch zwischen Rutenspitze und Köder. Zuckende Bewegungen an diesem Bauch signalisieren dann den Biss. In einigen Fällen beißen die Forellen sogar so gierig, dass der Ruck bis in die Rutenspitze zu spüren ist. Jetzt heißt es aufpassen und die Rute blitzschnell in Richtung Fisch schwenken. Gleichzeitig öffnet man den Schnurfangbügel der Rolle und wartet einige Sekunden. Im Normalfall beginnt die Schnur nach wenigen Sekunden abzulaufen – der Fisch hat den Köder genommen und zieht mit ihm ab. Also Schnurfangbügel schließen, überschüssige Schnur aufspulen und anschlagen.

Drill
Schon bevor die erste Forelle beißt, sollte die Bremse der Rolle eingestellt werden. Während auch dünne Schnur Portionsforellen mühelos hält, geben vor allem dicke Lachsforellen manchmal richtig Gas und ziehen einige Meter Leine von der Rolle. Ist die Bremse zu stark eingestellt, so kann ein so solcher Fall mit Schnurbruch enden. Ebenfalls wichtig: die Haltung der Rute! Sie sollte einen Winkel von etwa 90 Grad zur Schnur bilden. Nur so entfaltet sie ihre ganze Kraft und Flexibilität und ermüdet den Fisch schnell.
Tipps und Tricks am Forellensee
Schleppen mit Horizontal Zocker, Clear Stick oder Schlepppose gilt – vor allem in der warmen Jahreszeit – als erfolgreichste Methode am Forellensee. Schließlich ernähren sich Salmoniden auch in der freien Wildbahn räuberisch. Doch vor allem an Seen mit viel Publikumsverkehr lernen die Fische schnell hinzu. Einige Tricks führen auch in diesem Fall zu Erfolg.

Schlepp-Tipps
So langsam wie möglich Schleppen – das Spinnerblättchen (Trilup) am Haken sollte sich gerade noch drehen.


Kurze Zwischenstopps lassen den Köder absinken. Vor allem in der kalten Jahreszeit nehmen viele Forellen den Köder während dieser Phase.


Ähnlich attraktiv wirkt eine »Flucht« des Köders Richtung Oberfläche. Deshalb immer wieder kurze Zwischenspurts einlegen und den Köder mit der Rutenspitze Richtung Oberfläche ziehen.


Ein eckiges Laufverhalten erhält der Köder ebenfalls durch die Rute. Kurze Auf und Ab Bewegungen der Spitze, kleine Kreise und Schwenkbewegungen aus dem Handgelenk teilen sich dem Köder mit und unterscheiden ihn von »normalen«, geradlinig geführten Ködern – vor allem bei beißfaulen Fischen ein entscheidendes Plus.


Im Wandel der Jahreszeiten
In Frühling und Herbst orientieren sich die Forellen Richtung Oberfläche. Flache Buchten und die Seeseite auf die der Wind steht (Lee) erwärmen sich früher und locken die Forellen an.


Im Sommer findet man die Fische morgens und abends dicht unter der Oberfläche. Während der Mittagszeit verstecken sie sich dagegen oft in der Tiefe vor dem grellen Sonnenlicht. Bei Sauerstoffmangel empfiehlt sich ein Besuch des Einlaufs.


Im Winter ist es oft umgekehrt. Morgens und abends findest du die Fische im Tiefen. Erwärmt sich das Wasser über Mittag (Sonnenschein) kommen sie dagegen häufig in die oberen Regionen.


Randbereiche nicht vergessn
Auch in großen Gewässern lohnt es sich mit unserer »feinen« 3 bis 15 Gramm Rute und einem 5 Gramm Horizontal Zocker den Randbereich abzusuchen. Dort verstecken sich oft genug gewichtige Exemplare.

Quelle:www.exori.de/main.php?menu=3&sub32=1&link=dynamic/trout_methoden&rub=1129127811

_________________
Petri Heil!

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