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Forscher sehen Meere in 50 Jahren leer gefischt
Umweltorganisationen haben davor gewarnt, dass die Weltmeere in den nächsten 50 Jahren weitgehend leer gefischt sein könnten, wenn Überfischung und Umweltverschmutzung nicht drastisch reduziert werden.
© AFP
"Überfischen und illegaler Fischfang zerstören unsere Ozeane in einem beträchtlichen Umfang", sagte eine Sprecherin der Umweltorganisation Greenpeace. Um die Zerstörung aufzuhalten, müssten 40 Prozent der Weltmeere als Schutzreservate ausgewiesen werden. Sie bezog sich auf eine Studie im US-Magazin "Science". Fischereiverbände und die Welternährungsorganisation FAO stellten die Untersuchung jedoch in Frage.
"Falls langfristig nichts geändert wird, dann werden alle Fischarten in den Meeren bis 2048 vor dem Aus stehen", zitiert "Science" den Meeresforscher Boris Worm von der Universität Dalhousie in Kanada. Bereits 2003 seien 29 Prozent der Fischarten als akut gefährdet eingestuft worden, dass heißt, die Fänge seien um 90 Prozent oder mehr gesunken. Nach Angaben der Umweltorganisation WWF sind beispielsweise die Fischereien in Hongkong wegen der Fisch-Piraterie in einem "kritischen Zustand" und verschwänden immer mehr. Auch Umweltverschmutzung habe dazu beigetragen.
Die FAO nannte die Studie "unglaubwürdig". Die Situation in den Weltmeeren sei zwar nicht akzeptabel, aber die Wissenschaftler hätten ein Katastrophen-Szenario entwickelt, indem sie die Entwicklung der vergangenen 40 Jahre einfach in die Zukunft fortschrieben, sagte der Direktor der zuständigen Abteilung für Fische, Serge Garcia, der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe seit Jahren Bemühungen, die Zerstörung aufzuhalten. Allerdings müssten die Anstrengungen international verstärkt und Verbote konsequenter durchgesetzt werden, warnte Garcia.
Auch die EU-Kommission rief nach Veröffentlichung der "Science"-Studie zu mehr internationaler Zusammenarbeit auf. Allerdings gebe es auch Hoffnung, dass sich die Ökosysteme der Meere wieder erholten, wenn die Überfischung gestoppt werde, sagte ein Sprecher von EU-Fischereikommissar Joe Borg.
In Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark kritisierten Fischereiverbände, dass die Studie den Fokus zu sehr auf den kommerziellen Fischfang lege und die Problematik der Umweltverschmutzung und der Erwärmung der Meere in den Hintergrund rücken lasse.
Quelle: bioboard.eu
Hallo,
hiermit möchte ich mal ein, in meinen Augen, sehr wichtiges Thema aufgreifen.
Lest euch den Text aufmerksam durch, bildet eine Meinung, recherchiert evtl. im Netz nach weiteren Informationen zum Thema und postet das Produkt aus diese Dingen hier.
Julian