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Julian
Projekt Manager


Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 3202

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Verfasst am:
12.08.2006 12:13 Die Pöddersenke |
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Hallo,
ich habe eben einen Bericht in der "Angelwoche" gelesen. Der geht ums Pöddeern auf Aale.
Um es einfach zu erklären wird an eine Köderfischsenke eine Schnur Festegebunden wo ein dickes Tauwurmbündel dran kommt, festgebunden.
Das wird ins wasser gelassen, da kann man noch Bissanzeiger etc. dranmachen.
Aber ich finde das ganze sowas von lächerlich, da doch eigtl. jeder angler wissen müsste, das ein Aal nicht lange in so einer Senke bleibt. Also gehen wir davon aus es beißt tatsächlich einer. Dann sieht man an dem 2- 3 m langen Stock die Senke hoch. Dann ist das ganze also in der Luft, und meiner meinung hauen dann spätenstens die Aale darin ab.
Also für mich ist das Schwachsinn.
Und was meint ihr?
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Wollie
Mitglied

Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 605
Wohnort: Hamburg / Rastede

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Verfasst am:
12.08.2006 18:11 (Kein Titel) |
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Also die Art und Weise, wie es dort beschrieben ist, ist nicht so wirklich der Bringer. Hier bei uns ist es auch erlaubt, wenn es auch nur sehr wenige machen.
So wie Du es beschrieben hast, gebe ich Dir völlig recht. Da würden die Aale sicherlich schnell wieder abhauen. Aber so würde auch nie ein normal Sterblicher pöddern.
Vor allem ist erst einmal wichtig, wie und vor allem vorauf man die Würmer aufzieht. Es ist sehr wichtig, da auf einen kräftiger Wollfaden zurückzugreifen, denn wenn ein Aal in das Wurmbündel beisst, verhaken sich die feinen Zähne der Aale in diesem Wollfaden und so kann man die Fische da aus dem Wasser heben. Die Aale werden nur so wei aus dem Wsser gehoben, dass man sie direkt in einem Kinderplantschbecken oder Kescher heben kann, der/das direkt an der Angelstelle im Wasser liegt. Bei einem Kescher sollte man darauf achten, das er tief genug ist, und ein kräftiges Birneblei das Netz auch unten hält. Dann läuft man kaum Gefahr, das die Aale wieder abhauen, da sie sich am Grund des Netzes sammeln und dort für gewöhnlich auch bleiben. Es gibt auch Keschernetze mit Reißverschluss, in die man einen Mofa- oder Moppedschlauch stecken kann. Pumpt man den Reifen danach auf, hat man ein schönes stabil schwimmendes Netz. Hat man den Fisch dann über dem Behältnis, kann man ihn abschütteln und den Pödder wieder versenken.
Die Vorbereitungen sind wichtig. Zuerst muss man natürlich entsprechend viele Würmer haben, um einen zwei bis drei Meter langen Wollfaden damit zu befüllen. Wenn das geschehen ist, werden die beiden Enden miteinander verknotet und zu Schlaufen von 30 bis 35 cm gelegt. Zum Schluss wird die Mitte der Schlaufen abgebunden und ein Wirbel angebracht. So hat man, wenn man das Ganze am Wirbel festhält, links und rechts je eine vielfache Schlaufe von 15 bis 20 cm. Wer mag kann zum schnelleren sinken des Pödders noch ein Senkblei in den Wirbel einhängen.
Als Rute kann man eine Stabile Bootsrute oder einen Besenstiel verwenden. Der Pödder wird nicht einfach reingeworfen und gewartet. Es ist wie z.B. beim Makrelenangeln. Der Pödder wird auf den Grund gelassen, davon wieder etwas angehoben und dann stetig auf und ab bewegt, um den Geruch besser zu verteilen und den Beisreiz zu erhöhen. Wenn dann ein Aal zupackt merkt man es ganz sicherlich. Auf weitere Bissanzeiger kann gut und gerne verzichtet werden.
Je grösser die Aale werden, desto schwieriger wird es, sie so zu landen bzw. in das schwimmende Behältnis zu bekommen. Wenn man mit allem durch ist, kann man die Ausbeute bequem selektieren und eventuell untermassige ohne jegliche Verletzungen wieder ins Wasser geben. Für den Fisch eine absolut schonende Art des Angels.
Also Ihr seht, es ist nicht unbedingt Schwachsinn.
WICHTIG :
Wenn Ihr das mal probieren wollte, fragt vorher genau nach, ob man das in den Gewässern überhaupt darf. Selbst hier an der Küste kenne ich nur drei Vereine, die das in den Fliessgewässern erlauben.
Dazu ist auch noch zu sagen, das ein Pödder nie als zusätzliche Angel verwendet werden darf. Entweder ich fische mit einem Pödder oder ich angel auf herkömmliche Art und Weise.
Abschliessend möchte ich noch sagen, dass es etwas ist, das man mnal ausprübieren sollte, wenn man die Möglichkeit hat. Ich angel zwar lieber "normal", aber so kann man mal sehen und auzsprobieren, wie es früher gemacht wurde.
Bleibt natürlich noch die Köderwahl.
Hier an der Küste werden dafür schon mal gerne Wattwürmer verwendet. Man kann aber genauso gut Tauwürmer nehmen.
Ach ja, der Pödder muss nach dem Angeln nicht unbedingt entsorgt werden. Man kann ihn ordentlich in eine Tüte packen und einfrieren. Dadurch verliert er kaum an Reiz und kann bei Bedarf wieder aufgetaut werden.
_________________ Petri Heil und krumme Ruten
www.sfv-rastede.de
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Julian
Projekt Manager


Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 3202

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Verfasst am:
12.08.2006 19:43 (Kein Titel) |
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Hi,
interessant. Sry mehr kann ich dazu nicht sagen, aber wie meisnt du deinen letztens Satz mit den Einfrieren? Die Würmer einfrieren oder wie muss man das verstehen?
Aja im Artikel steht, das man das an stellen ohne Strömung vergessen kann, wieso wurde nicht erklärt.
Und indem Bereicht sind Fotos und man sieht das damit Barsche gefangen wurden sidn aber keine Aale.
Julian
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Wollie
Mitglied

Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 605
Wohnort: Hamburg / Rastede

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Verfasst am:
12.08.2006 19:54 (Kein Titel) |
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« Julian » hat folgendes geschrieben:
...aber wie meisnt du deinen letztens Satz mit den Einfrieren? Die Würmer einfrieren oder wie muss man das verstehen?Julian
Genauso, wenn eingehängt, das Senkblei entfernen und den Pödder, also die Wurmschnur einfach einfrieren.
« Julian » hat folgendes geschrieben:
...im Artikel steht, das man das an stellen ohne Strömung vergessen kann, wieso wurde nicht erklärt...Julian
Es wird für gewöhnlich nur an Fliesgewässern oder den prielen der Nordsee gemacht, da durch die Strömung der Geruch natürlich besser verteilt wird. Es geht vermutlich auch in stehenden Gewässern, aber da Fische in Gewässern die fließen an für sich agressiver beißen, sind die Chancen höher, dass sich den Aal in der Wurmschnurr verbeißt. Auch sind in Fließgewässern an und für sich mehr Aale zu finden, als in stehenden Gewässern.
« Julian » hat folgendes geschrieben:
...indem Bereicht sind Fotos und man sieht das damit Barsche gefangen wurden sidn aber keine Aale...
Genauso gut kann man zum anlocken ein paar Würmer auf sie Senke legen.
Das eigentliche Pöddern ist eine Angelart, die von den Fischern ersonnen wurde, um in den Prielen an der Küste gezielt auf Aal zu angeln, ohne Aalschnürre, Reusen oder sonstiges zu verwenden. Vielleicht wurde es von einigen Fischern auch genutzt, um die Wartezeit in den Tieden zu überbrücken. Je nach Anfahrtsweg war es früher, als noch nicht jeder ein Auto hatte, nicht möglich oder zu zeitaufwändig zwischendurch nach Hause zu fahren.
Um mehr dazu sagen zu können, müsste ich erst einmal mehr Infos darüber sammeln, aber ich hoffe, es hilft schon mal weiter...
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Julian
Projekt Manager


Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 3202

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Verfasst am:
12.08.2006 20:03 (Kein Titel) |
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« Wollie » hat folgendes geschrieben:
Um mehr dazu sagen zu können, müsste ich erst einmal mehr Infos darüber sammeln, aber ich hoffe, es hilft schon mal weiter...
Hi,
das hast du für mich fürs erste. :25
Julian
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Wollie
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Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beiträge: 605
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Verfasst am:
12.08.2006 20:05 (Kein Titel) |
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« Julian » hat folgendes geschrieben:
...das hast du für mich fürs erste. :25
Julian
...das ist ja fein... :81
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hamburger67
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Verfasst am:
13.08.2006 04:09 (Kein Titel) |
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Gehört hatte ich darüber schon,wäre aber für mich keine Angelmethode,aber wenn einer drann gefallen finden sollte warum nicht :23
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