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 Bienen,oder bez. Wachsmotten Zucht

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philipp14
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Anmeldungsdatum: 05.11.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Saarbrücken



BeitragVerfasst am: 19.11.2006 10:46    Bienen,oder bez. Wachsmotten Zucht Antworten mit ZitatNach oben

Die große Wachsmotte (Galleria mellonella) selbst züchten

Die Wachsmotte ist ein sehr nahrhaftes, protein- aber auch fettreiches (ca. 19%Fettgehalt pro Wachsraupe) Futtertier. Gefüttert werden die Raupen und auch die Motte.
Die Zucht der Wachsmotte ist relativ einfach, geruchsfrei, geräuscharm, ertragreich und mit geringem Arbeitsaufwand verbunden.
Sie eignen sich aber nicht zur ausschließlichen Fütterung, sondern werden als „Leckerbissen“, oder zum „Anfüttern“ von kranken, unterernährten oder schwächlichen Tieren zugefüttert.

Kleine Beschreibung

Die große Wachsmotte erreicht eine Flügelspannweite von 28- 35 mm, die Wachsraupen erreichen nach 4 Häutungen eine Länge von 25- 28 mm und werden 5 mm dick.

Unterscheidung der Geschlechter
Bei den Weibchen ist der Hinterleib dicker und länger als bei den Männchen.

Entwicklung der Wachsmotte


Bild: Wachsmottenlarven



5- 8 Tage nach der Ablage der Eier schlüpfen die Raupen, die nach ca. 3 Wochen ihre volle Größe erreicht haben. Innerhalb von 2 Tagen spinnen sie sich in einen Kokon ein und verpuppen sich. Nun ruht die Puppe ca. 12 Tage. Gleich nach dem Schlupf aus der Puppe beginnen sich die Motten zu verpaaren. Nach nur 4- 5 Tagen werden dann die ersten Eier gelegt.
Pro Gelege kann ein Wachsmottenweibchen die ungeheuere Menge von bis zu 150 Eier ablegen, durchschnittlich aber 40- 60 Stück. Bis zu ihrem Lebensende kann eine Wachsmotte an die 800 Eier produzieren.
Bei einer Temperatur von 27- 28 °C folgt alle 6- 7 ½ Wochen eine neue Generation.

Zuchtbedingungen


Temperatur
Die optimale Zuchttemperatur beträgt zwischen 27- 29° C. Zu beachten ist, dass in einem gut besetztem Zuchtgefäß die Wachsmotten selbst eine Eigenwärme (ca. 2- 4° C +) erzeugen.
Temperaturen über 34° C sind zu vermeiden.

Feuchtigkeit
Wachsmotten vertragen keine Feuchtigkeit (Kondenswasser) auch keine Luftfeuchtigkeit, deshalb ist es besser, wenn der Behälter 2 Lüftungsflächen hat.

Licht
Wachsmotten leben in der Dunkelheit, sie meiden das Licht. Deshalb müssen die Zuchtbehälter dunkel gestellt werden.
Wie bei jeder Zucht ist auf Sauberkeit zu achten, die Wachmottenzucht ist anfällig auf Milben (Schädling) und Schimmel.

Futter
Wie der Name schon sagt ernähren sich die Wachsmotten von Wachs, in den Bienenstöcken von alten verunreinigten Bienenwaben. Wenn man einen Imker kennt, kann man sich möglicherweise alte Waben besorgen. Die Bienenwaben werden zuerst einmal über einige Tage eingefroren, um eventuell beinhaltete Schädlinge abzutöten.
Falls man keine „Waben Quelle“ hat, kann man sich einen „Wachsteig“ selbst zubereiten. Diesen Teig kann man auch auf Vorrat zubereiten.

Rezept entnommen aus dem Buch „Futtertierzuchten“

500 g flüssiger Honig
500 g Glyzerin (Apotheke)
200g Bierhefe
200 g Weizenkeime
200 g Magermilchpulver
2 kg Weizenkleie oder
1,5 kg Weizenkleie und
500 g Haferflocken

Honig auf ca. 35° erwärmen und mit dem Glyzerin gut verrühren. Danach alle restlichen Zutaten nach und nach untermischen, bis eine klebrige, glänzende, nach Bienenwachs duftende Masse entsteht.
Im Kühlschrank lässt sich der Teig einige Monate aufbewahren, man kann ihn aber auch einfrieren.
Nach dem Auftauen, oder nachdem man den Futterteig aus dem Kühlschrank entnommen hat, wird er einige Tage bei ca. 30° C gelagert, damit der kristallisierte Honiganteil sich wieder verflüssigt. Für einen Zuchtansatz wird der Futterteig etwa 4 cm dick in den Behälter gefüllt.

Für eine kleine Zucht benötigt man

1 Behälter 2- 5l
ca. 20 Stück Wachsmotten (Falter), oder Kokons oder große Raupen
Bienenwaben oder Futterteig
etwas Kartonage oder Wellpapier

Als Behälter für die Wachsmottenzucht eignen sich Haushaltsdosen, große Marmeladengläser, Blechdosen, Plastikeimer, Faunaboxen, kl. Aquarien etc.
Nicht geeignet sind Holzgefäße oder dünne Plastikboxen, Heimchenbecher und co.
Die Wachsraupen würden diese durchnagen. Für jeden gewählten Behälter muss ein passender dicht schließender Deckel sein, der mit mind. einer Belüftungsfläche versehen sein muss (besser sind 2 LF). Für die Lüftungsfläche verwendet man am Besten eine Nichtrostende, feine Drahtgaze, alle anderen Gewebe würden von den Raupen zernagt werden.
Die Zuchtbehälter werden höchstens zur Hälfte mit Futter befüllt, da die Wachsmotten zur Paarung Flugraum benötigen. Auf den Nährboden wird etwas Wellpappe (Kartonage) gestellt, um den Wachsmottenraupen die Möglichkeit zu bieten, sich daran zu verpuppen.
Falls man hört das die Motten unruhig werden weiteres Futter nachfüllen.



Bild: Wachsmotten aus dem Handel

Tipps
Um eine gleichmäßige Versorgung mit Wachsraupen und Motten zu erzielen, empfiehlt es sich 2- 3 Zuchtbehälter in bestimmten Abständen zu befüllen.
Dafür entnimmt man dem laufenden Zuchtansatz einfach etwas Futterteig (mit Maden darin) und befüllt den neuen Behälter damit und mit neuem Futterteig (wieder auf ca. 4 cm) danach etwas Pappe darauf stecken und den Behälter verschießen.

Falls man die Zucht etwas verlangsamen möchte, einfach die Temperatur auf 22- 24° C senken. Die Entwicklungszeit verlängert sich dann um etwa 10- 14 Tage.

Für eine große, umfangreiche Zucht werden einige größere Behälter (5- 30 l) in bestimmten Zeitabständen befüllt. Als Zuchtansatz verwendet man ca. 60- 150 Motten. Für so große Futterzuchten empfiehlt sich aber ein eigener Zuchtraum.

Die Wachsmotten- Falter und Raupen- sind ein beliebter Leckerbissen für Echsen (Geckos, Chamäleons, Eidechsen etc.) aber auch für Fische (z. B. Killifische, Salmler, Barsche), Frösche, Vögel und Kleinnager (Hamster, Wüstenrennmäuse & co)



http://www.echsenseite.at/content/view/86/109/



Wachsmotten_1.jpg
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Wachsmotten_1.jpg



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Julian
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Beiträge: 3202


germany.gif

BeitragVerfasst am: 19.11.2006 12:13    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Philipp,

sei mir bitte nicht böse aber mal erlich gesagt glaube ich nicht das die Zucht jemanden Interessiert.

Du kannst doch einfach mal so ein Thema eröffnen, wo du z.B. fragst ob die anderen das machen würden oder so ... lass dir was einfallen.

Du brauchst uns nicht jeden Artikel passend zum Angeln aus dem Netz zu suchen und ihn hier posten, auch wenn es nur gut gemeint war.

Wenn jemand Interesse daran hat, dann wird er hier schon fragen.
Und dann kannst du das schreiben, aber bitte nicht einfach 'drauf los' zig Artikel veröffentlichen.

Julian

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